Schnorcheln und Tauchen an traumhaften Korallenriffen

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Eriyadu

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Malediven

Eriyadu

März 2005

Mit Google Maps (Klick auf Weltkugel)

nach Eriyadu
auf die Malediven / Hulule


Wir sind zurück
Nach 5 Jahren hat uns Malediven-Fieber wieder gepackt !!! Wir wollten uns selbst davon überzeugen ob die Korallenriffe tatsächlich dabei sind , sich vom El Nino -Coral Bleaching, Sommer 1998- ,wieder zu erholen.

Quelle Wikepedia
Mit Korallenbleiche wird ein Ausbleichen der Steinkorallenstöcke bezeichnet, das zum anschließenden Absterben der Korallen führen kann.

Korallen sind lebende Organismen. Sie gehören zu den Nesseltieren und siedeln in Symbiose mit Zooxanthellen, einer Algenart, auf einer Kalkschicht, die von Jahr zu Jahr wächst. Werden die Zooxanthellen von der Koralle abgestoßen, verliert der Korallenstock seine Farbenpracht. Dieses Phänomen kann örtlich begrenzt, aber auch großflächig auftreten und wird Korallenbleiche genannt. Sie tritt bei zu hohen Wassertemperaturen auf.

Die Korallenbleiche ist nicht neu und wurde bereits in den 1970er Jahren beobachtet. Damals trat das Ereignis jedoch nur temporär und örtlich begrenzt, nach starken Regenfällen oder lang anhaltendem Niedrigwasser auf. Doch schon ein Jahrzehnt später war es weltweit zu beobachten. Während des El Niño im Jahre 1998 trat die Korallenbleiche im Indischen Ozean und im westlichen Pazifik besonders stark auf. Großflächig lag die Temperatur des Wassers über Monate 1 bis 3 °C über dem Durchschnitt. Bei den Malediven bleichten zu dieser Zeit in der Nähe der Wasseroberfläche 98 % der Korallen. Durch die globale Erwärmung wird mit einem häufigeren Auftreten der Korallenbleiche gerechnet.


Anreise
Als in den frühen Morgenstunden des 14. März nach mehr als 8 1/2 LTU-Flug-Stunden die ersten Malediven-Insel beim Blick aus dem Fenster auftauchten, waren die fast  "abgestorbenen" Beine und sonstigen Körperteile schlagartig vergessen. Der immer wieder atemberaubende Anflug auf Hulule läßt die Strapazen der vergangenen Stunden sofort - von einer Sekunden auf die andere - "verfliegen".

Einfach nur schön, der Anflug auf den Flughafen von Hulule / Malediven

Wir waren aber noch nicht am Ziel unserer "Schnorchel"-Träume, und das hieß diesmal: Eriyadu. Die Insel im Nord Male Atoll ist ganze 300 x 100 m "groß".

Als Eriyadu dann nach einer Stunde Fahrt mit dem Speedboot in unserem Blickfeld auftauchte, ahnten wir sofort, wir haben eine gute Wahl getroffen. Vor uns lag eine kleine, tropisch bewachsene Insel, mit schönen Lagunen, schneeweißem Sand und umringt von einem sehr naheliegenden Hausriff.


Eriyadu - Der Film

Eriyadu - Das Fotoalbum

Für uns war der Bungalow 140 vorgesehen. Dort angekommen, kam sofort ein Strahlen in unsere Gesichter. Der (Doppel-) Bungalow lag im Schatten von Palmen und Büschen und war gerademal 15 m vom Wasser entfernt. Den Blick kann man kaum beschreiben, deshalb lassen wir hier zwei Bilder  für uns sprechen



Noch näher am Wasser liegen derzeit die Bungalows 101 - 109. Dieses aber nur aufgrund der Auswirkungen des Tsunamis im Dezember 2004. Hier hat die Flutwelle den Strand bis auf zwei Meter fortgespült.  Bei unserer Abreise war man jedoch schon dabei, Sand aus der Lagune zu gewinnen, um den Strand bei diesen Bungalows wieder auf 10 m zu erweitern.

Die Bungalows sind zweckmäßig eingerichtet. Äußerst ansprochen hat uns das Bad mit zwei Duschen, wobei eine Dusche sich unter "freiem" Himmel befand (siehe Fotoalbum - Eriyadu).
Nun aber zum Schnorcheln
Vom Bungalow 15 m zum Wasser, 20 Flossenschläge und schon waren wir an der Riffkante.

Anhand eines Videos (Youtube) zeigen wir unseren fast täglichen Weg vom Bungalow hin zur Riffkante. Darsteller für Deutschland Helga und Wolfgang, für Österreich Erika und Horst. Die Kameraführung übernahm Nik aus der Schweiz.
      
Start zur Schnorcheltour
V I D E O

Hätten wir vorher nicht folgende Information bei protect the maldives gelesen, wir wären geschockt gewesen!! Nur ein Grau in Grau. Keine Farbe, nur abgestorbene Korallen (siehe Foto a und b im Fotoalbum Korallen). Wir fragten uns, hat sich in 5 Jahren denn gar nichts getan???

Diese Gedanken verflogen für Minuten, da gewaltige Doktor- und Fledermausschwärme unsere Schnorcheltour begleiteten. Die Fischvielfalt war da. Schon beim ersten Schnorchelgang sichteten wir einen Hai, leider auch zum letzten Mal. Nach unserem ersten Schnorchelgang um die halbe Insel verließen wir mit etwas hängenden Köpfen das uns umschmeichelnde Wasser. Man glaubt jedes Mal, jemand hätte einen Weichspüler ins Wasser geschüttet.

Am nächsten Tag ging es wieder ans Riff. Es war Hochwasser und so konnten wir diesmal, ohne auch nur eine "Koralle" zu beschädigen, über das Riffdach schnorcheln. Und....... jetzt trauten wir unseren Augen nicht. Überall, nicht versteckt, bekamen wir Korallen in allen Farben zu sehen, darunter sehr viele Weichkorallen. "Eingeschnorchelt" in die Lagune, auch hier, eine blühende Koralle neben der anderen. Das hat es vor 5 Jahren noch nicht gegeben.

Die Korallenriffe der Malediven beginnen sich wieder zu erholen !!!

Es werden zwar noch viele viele Jahre ins Land ziehen bis die vor dem El Nino bestehenden farbenprächtigen Korallengärten wieder existieren, aber schon jetzt kann man sich darauf freuen
Fazit:
Die Malediven können noch nicht mit den farbprächtigen Korallenriffen des Roten Meer mithalten (El Quseir, Sharm El Sheikh), sie sind aber dabei diesen Rückstand Schritt für Schritt, Jahr für Jahr, wieder aufzuholen.

Wir haben uns entschlossen, diese Entwicklung weiter zu verfolgen und das nicht erst wieder in 5 Jahren.

Die Fotoalben

Die Fischwelt
am Hausriff von Eriyadu
Die Korallenwelt
am Hausriff von Eriyadu

Die sehr guten Ratschläge sowie die tatkräftige Unterstützung unseres österreichischen Schnorchelfreundes und Freitauchers Horst (siehe El Quseir II) - führten zu den fantastischen Aufnahmen in den obigen "Bilderbüchern".

Videos von Nemo und dem buckligen Kugelfisch unter Video
Highlight -Manta Point-
Die absoluten Höhepunkte unserer Schnorchelabenteuer bildeten jedoch die beiden Trips mit dem Speedboot zum Manta-Point- 45 Minuten von Eriyadu -.

Drei Wünsche standen auf unserem Schnorchelwunschzettel. Schnorcheln mit Delfinen, Mantas und einem Walhai. Nachdem der Traum vom Schnorcheln mit Delfinen in El Quseir l (siehe El Quseir) wahr wurde, so erfüllte sich jetzt unser Traum vom Schnorcheln mit Mantas am Manta Point - 45 Minuten per Speedboot von Eriyadu entfernt - .

Als das Boot mitten im Indischen Ozean festmachte, konnten wir sie bereits sehen, Mantas und nochmals Mantas.  Was dann im Wasser geschah ist wiederum kaum zu beschreiben. Ganz ruhig und ohne jede Hast schwammen diese fantastische Tiere an uns vorbei. Die Wassertiefe betrug hier nicht mehr als 3 Meter. War man  gerade dabei einen Manta in aller Ruhe  in seinen ruhigen, eleganten Bewegungen zu beobachten, tauchte ein nächster unter einem durch, als wollte er sagen: Komm` leg dich auf meinen Rücken, ich nehme dich ein Stück mit. So konnten wir gar nicht davon genug bekommen,  20 cm über den Rücken eines Mantas schnorchelnd durchs Wasser zu gleiten. Wenn die Mantas direkt auf einen zuschweben hat man das Gefühl, sie suchen den Kontakt zu den Menschen.  Wir wünschen jedem Schnorchelfan,  dies einmal erleben zu können. Statt der Überschrift Manta-Point hätte wir auch die Überschrift wählen können: Wenn Taucher vor Freude weinen.

Mantapont - Der Film

Manta - Das Fotoalbum



Zwei Wochen Eriyadu waren für uns Erholung pur. Kein Auto, kein Lärm, kein Regen, kein Pool, kein Animateur, nur Barfuß laufen, gutes Essen und guter Rotwein, nur Sonne und nette Leute um uns herum und ein "fast" traumhaftes  Korallenriff. Was will man mehr !!!

Bilderbuch einer deutsch / österreichischen Freundschaft

Drei Dinge möchten wir jedoch nicht unerwähnt lassen:
  1. Das in vielen Foren beschriebenen Mückenproblem ist ein wirkliches Problem für Leute auf die es diese Viecher abgesehen haben. Leider wird nur einmal in der Woche auf Eriyadu gesprüht - montags - und das ist einfach zu wenig. Warum diese Kameraden mich nicht stechen, weiß der Kuckuck.
  2. Wer meint, dass er als Schnorchler an Tauchfahrten der Tauchschule Werner Lau teilnehmen kann, der irrt. Das Management der Insel hat dies der Tauchschule untersagt. Schnorchelausflüge sowie alle anderen Unternehmungen ("Inselhüpfen", Male, Sonnenuntergangs-Cocktail-Fahrt, Hochseefischen, Nachtfischen etc.) sind nur über die Rezeption buchbar. So kam es, dass wir in den 14 Tagen keinen Ausflug unternehmen konnten, da die Mindestteilnehmerzahl für diese Unternehmungen nie erreicht wurden - Ausnahme Manta-Point !!!, denn
  3. Eriyadu ist eine Taucherinsel. 80 % der Besucher sind Taucher.


Update 2012
Die neuesten Fotos aus dem Jahre 2012 von Eriyadu über und unter Wasser  hat unsere schweizerische "facebook -Freundin" aus der Gruppe - Schnorcheln und tauchen an traumhaften Korallenriffen -" Monika  in ihr Google-Webalbum eingestellt.  Zufälle gibst, ...: Monika hat ihren Urlaub 2012 auf Eriyadu im gleichen Bungalow wie wie 2007 verbracht. Ihren Reisebericht, wie viele weitere, findet ihr dann auch auf  holidaycheck.


Eriyadu

Unterwasserwelt
Weitere traumhafte Panoramabilder von Eriyadu hier auf malediven.net
Noch mehr über die von uns "beschnorchelten" Inseln sowie weitere ausführliche Berichte über andere Inseln der  Malediven, aber auch allgemeine Informationen zu diesem Traumparadies findet man auf den hervorragenden Websites von:

Maledivenforum (FB-Gruppe), malediven.net, malediven.at, malediventraum,
malediven-guide.de, malediven-resort.de, malediven-reiseinfo, malediven-bilder und fotoreiseberichte




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