Schnorcheln und Tauchen an traumhaften Korallenriffen

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Velidhu

Nov/Dez 2012 und Oktober 2013
incl. Updates

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auf den Malediven

Malediven, wir kommen (2012)
Unsere 6. Insel auf den Malediven nach 2006 sollte keine Luxusinsel sein, keine zu große, wiederum aber auch eine nicht zu kleine, eine toll bewachsene Barfußinsel mit Einzelbungalows sollte es sein. Für mich als Schnorchler das Wichtigste: Ein traumhaftes Hausriff mit schönen Korallen und vielen Fischen. Das Riff wollte ich direkt vom Strand aus „anschnorcheln“. Für Helga musste die Insel natürlich eine super Tauchschule haben, von der es zu den farbenprächtigen Korallenriffen der Malediven gehen würde.

Dieses waren die ausschlaggebenden Kriterien für mich bzw. uns. Nun war guter Rat teuer, aber nein, es gibt ja meine Gruppe „Schnorcheln und Tauchen an traumhaften Korallenriffen“ bei Facebook. Also startete ich im Juni 2012 folgende Anfrage:

HILFE !!! Wenn Malediven, dann welche Insel ????

Embudu, Eriyadu, Sun Island, Villivaru, Biyadoo und Meedhupparu kennen wir. Die Insel sollte für mich Schnorchler ein traumhaftes Hausriff und für Helga ideale Tauchreviere in näherer Umgebung haben, mehr als 3 - 4 Sterne brauchen wir nicht. Geplante Reisezeit: Jan / Febr. 2013. Bis dahin hoffen wir unsere neue Hütte eingerichtet zu haben. Ich danke euch bereits im Voraus für die vielen tollen Tipps und Ratschläge ;-)

Nach vielen Beiträgen und Überlegungen entschied ich mich dann für Velidhu, ohne dieses jedoch meiner Frau mitzuteilen, denn jetzt es sollte ihre große Geburtstagsüberraschungsreise“ im November 2012 werden.
Anreise
Über Bremen / Frankfurt ging es dann am 22.11.2012 per Direktflug nach Male. Mannomann, Condor was ist aus euch geworden. Enger und unbequemer gehen die Sitze nicht mehr, Monitore über den mittleren Reihen und für jeden Pups extra zahlen, schade, ihr ward mal ein toller Ferienflieger, aber jetzt ……ich schreibe lieber nichts mehr, sonst habe ich noch eine Klage am Hals. Aber all das ist vergessen, wenn man nach fast 10 Flugstunden wieder die wie auf einer Perlenkette aufgereihten Inseln unter einem auftauchen sieht und nur noch denkt: Paradise, we are back !!! Um dieses immer wieder tolle Erlebnis einmal zu zeigen, ließ ich beim Anflug auf Hulule die Kamera einfach mal laufen.

Gepäck- und Passkontrolle ohne Probleme durchlaufen. Dann per Bus einmal um den Flughafen rum zu Maldivian Air Taxi und 1 ½ Stunden später saßen wir getrennt voneinander im Wasserflugzeug - Helga links mit Kamera und ich rechts mit Kamera - , damit mindestens einer von uns optimale Luftbilder von Velidhu schießen konnte. Hat hervorragend geklappt, zu sehen in unserem Video von Velidhu, Teil I. Um nichts in der Welt würden wir das gegen eine Fahrt mit dem Speedboot eintauschen.


Anreise über
Male nach Velidhu
Tipp für Foto- bzw. Filmfreunde
Um Male beim Anflug auf die Malediven fotografisch oder filmisch einzufangen, muss man Sitzplätze auf der linken und für den Rückflug auf der rechten Seite im Flieger buchen.

Um Velidhu richtig ins Bild zu bekommen, sollte man beim Anflug auf die Insel die rechte Seite im Wasserflugzeug wählen. Paaren würde ich immer empfehlen, egal ob Hin- oder Rückflug: Eine/r links, eine/r rechts, dann gibt`s auf jeden Fall von einem tolle Aufnahmen. Trennung ist ja nur von kurzer Dauer, 20 Minuten ;-).
Velidhu – die Insel
Auf Velidhu wird man sehr freundlich vom Schweizer „General Guest Manager“ Pablo begrüßt. Er ist dann der Ansprechpartner während des gesamten Aufenthaltes für alle Dinge und ist fast 24 Stunden für jedermann erreichbar. Die Reiseleitung von Neckermann haben wir nie zu Gesicht bekommen, wir hatten ja Pablo ;-).

Der Rezeption schließt sich ein Raum mit einem Großbild-Fernseher, Bibliothek, Tischtennis- und Billardtisch an. Daneben gleich das große Restaurant, zweigeteilt in Raucher und Nichtraucher-Bereich. Vor dem Restaurant hübsch angelegte Gartenanlagen, sehr viele Bougainvilleas, ein sehr schönes Orchideen-Rondell, einen Wasserfall mit Teich und Kois. Natürlich gibt es eine Main Bar, wo jeden Abend ein anderes Event stattfindet: Bingo, Krabbenrennen, Disco, Auftritt eines „Zauberkünstlers“ und Live-Musik von der Lemon Band. Auf der Barterrasse gibt es leider nur Holz- bzw. Kunststoffstühle ohne Sitzauflagen (siehe Fotoalbum Velidhu).

Auch ein kleiner Souvenirshop ist vorhanden, der das angeblich todsichere Antimückenmittel führt. Das Serena Spa liegt ziemlich versteckt im Inselinneren. Da auch keine Werbung gemacht wird, ist es vermutlich nicht sehr frequentiert.

Auffällig ist, dass Velidhu im Vergleich zu anderen Malediveninseln nicht so viele Kokospalmen hat, dafür zahlreiche Bäume, wie z.B. Schraubenpalmen, Banyan Trees, Frangipani und Scaevolabüsche. Wege führen durch die Insel, bis auf wenige Stellen kann man am Strand entlang schlendern.

Wie auf fast jeder Malediveninsel, hat auch Velidhu seinen Hausreiher, der sich überwiegend bei den Wasserbungalows aufhält, jede Menge Eidechsen, Geckos, Palmratten und Flughunde. Die frei fliegende Papageien (hier geht`s zum Fotoalbum) - Cola, Fanta und Sprite -, sind die Stars der Insel. Vor ihnen ist keine Fanta, kein Pommes oder Sandwich sicher. Auch das haben wir natürlich filmisch festgehalten, sonst glaubt das keiner !! ( Der Film (HD) Teil II, ab Minute 10:35 ;-) )

Leider gibt es auch Mosquitos auch wenn fast jeden Abend gesprüht wird. Also Mückenspray unbedingt mitnehmen. Während unseres Aufenthaltes waren überwiegend Deutsche, Österreicher und Schweizer auf Velidhu. Machte die allabendliche Unterhaltung sehr angenehm.

Es gibt auf Velidhu kein WLAN, sodass man sich bereits am Flughafen von Male fürs Laptop, Handy oder IPad eine Sim-Karte von Dhiraagu besorgen sollte. Diese funktioniert einwandfrei auf der Insel, sogar Facetime klappt.  Pablo erklärte, dass das Management es nicht möchte, das beim Essen, an der Bar oder wo sonst auch immer,  Gäste mit einem Laptop oder Handy durch die Gegend rennen. Dieses würde vielen ruhesuchenden Urlaubern nicht gefallen. Wer unbedingt mit der Außenwelt in Verbindung treten möchte, kann ja den auf der Insel vorhandenen PC dazu benutzen. (30min / 5 $).

Kellner, Roomboys sowie sonstige Mitarbeiter sind alle überaus freundlich, effizient und hilfsbereit. Sie kommen von den Malediven, Sri Lanka, Bangladesch und Kambodscha. Ein ungewohnter Anblick sind die maledivischen Frauen (normalerweise nicht auf den Touristen-Inseln anzutreffen), die jeden Morgen von der Nachbarinsel herüberkommen, um die Blätter im Resort zusammenzufegen. Alle von Kopf bis Fuß verhüllt, aber in farbenprächtigen Kleidern mit dazu passenden Kopftüchern.
Die Bungalows
Auf der Insel gibt es 80 einzelne Strandbungalows, teils neueren, teils älteren Datums und 10 Wasserbungalows, die das Gesamtbild nicht großartig stören. In der Nebensaison 2013 (also Juni – Oktober) sollen dann alle älteren Bungalows total entkernt und modernisiert werden, was aber nicht zu Störungen der Gäste während dieser Zeit führen soll, da im näheren "Umbaugebiet" keine Bungalows vergeben werden. Leider hat auch Velidhu unter der Erosion der Sandstrände zu leiden, sodass ein großer Teil des Strandes mit Wellenbrechern aus Korallengestein geschützt werden und zwangsläufig immer mal wieder Sand mittels eines Baggers aus der Lagune neu aufgeschüttet werden muss. Wann das auch immer passiert, konnte oder wollte Pablo uns nicht verraten. Die Wellenbrecher befinden sich in einer langen Reihe auf der Nordseite der Insel. Wir mögen diese Wellenbrecher überhaupt nicht (passen einfach nicht zu unserem Malediven-Feeling), obwohl wir wissen, dass diese Wellenbrecher über kurz oder lang auf allen Malediven-Inseln wohl unverzichtbar sein werden.

Und da war sie nun, unsere erste Enttäuschung. Unserer Wunsch nach einem bestimmten Bungalow war leider vergebens, da die Insel angeblich ausgebucht war. Da wir uns mit dem zugeteilten Bungalow nun gar nicht so recht anfreunden konnten, denn er lag natürlich an dem Strandabschnitt mit den Wellenbrecher, also dort, wo wir unbedingt nicht hinwollten. Schon hatte Pablo sein Problem mit uns. Nein, wir haben nicht mit den Füßen getrampelt oder ähnliches, aber wir haben ihm was vorgeheult. Wir wollten unbedingt an den schneeweißen breiten Strandabschnitt ohne Wellenbrecher mit „Privatschirm“. Als dann die Antwort kam, da wollen sie fast alle hin, aber alle können da nicht hin, ahnten wir Böses. Uns wurde dann jedoch zugesagt, dass wir nach 10 Tagen für die verbleibenden 11 Tage in unseren gewünschten Bungalow umziehen können. Damit konnten wir dann leben.

Wo die einzelnen Bungalows zu finden sind und wie es dort am Strand aussieht, zeigen wir in unseren Videos von Velidhu in Teil I und II. Teil I zeigt den An- und Rückflug von Velidhu sowie eine Inselumrundung aus der Luft, vom Strand und Wasser, während Teil II das Innenleben von Velidhu zeigt. Für uns liegt der Traumstrand von Velidhu vor den Bungalows 168 - 177.  Da die Geschmäcker bekannter weise  ja nicht immer gleich sind und laufende Bilder mehr sagen können als Worte, sollten alle "Velidhu-Interessierten" sich die Inselkarte einmal genau einzuprägen (vielleicht ein Bildausdruck), um sich dann über die Videos von Velidhu - Der Film (HD) Teil 1 und Teil II -  einen Überblick über die Lage der einzelnen Bungalows zu verschaffen, danach sich auf Velidhu freuen und bei Ankunft nach dem/den gewünschten Bungalow/s fragen.  Das Management nimmt stets Rücksicht auf die Wünsche seiner Gäste und man macht machbar, was machbar ist.

Die Bungalows sind sehr geräumig, verfügen über ein Doppelbett mit sehr guter Matratze. Die Kleiderschränke sind offen, haben also keine Türen. Der Schrankraum ist bestückt mit zusätzlichen Kissen, Rettungswesten und Regenjacken. Selbstverständlich waren die Zimmer auch mit einer Minibar (Getränke nicht im AI enthalten), Klimaanlage und Telefon ausgestattet. Nur mit dem Telefon kann man nicht vom Bungalow in die Heimat telefonieren, sondern dieses muss man bei der Rezeption erledigen (die Minute für 4,00 $). Schon ein wenig komisch, oder? Auf dem Schreibtisch gibt es dann noch einen Wasserkocher, Tee- und Kaffeepäckchen, eine Taschenlampe und natürlich eine Mappe mit Informationen und der „Protect the Maldives“-Broschüre. Gewöhnungsbedürftig ist der Aufbau des Sanitärbereichs, erst der Waschraum, dann die Dusche und ganz hinten das WC, getrennt durch Duschvorhänge. Du musst natürlich gerade immer dann das WC aufsuchen, wenn die Ehefrau oder umkehrt unter der Dusche steht. Nicht gerade gelungen. Dass es auf Velidhu kein offenes Bad gibt, wussten wir vorher. Zum Trocknen von Kleidung ist auf der Terrasse eine Wäscheleine mit Wäscheklammern vorhanden.



Zwei nummerierte Plastikliegen mit Auflagen sowie zwei große Badehandtücher gehören zu jedem Bungalow und werden zusammen mit den anderen Handtüchern jeden Tag gewechselt, egal ob man dieses möchte oder nicht.


Der Film (HD) Teil I

Fotoalbum

Der Film (HD) Teil II
Allinclusive
Velidhu kann u.a. bei den „Neckermännern“ mit Halbpension (HP) oder Allinclusive (AI) gebucht werden.

Für das AI legt man pro Person und Tag € 29,00 (Stand Nov. 2012) hin. Jeder muss also für sich seine eigene Rechnung aufstellen und sich fragen: Brauche ich das Mittagessen, reicht mir mein Tee oder Kaffee zum Frühstück und zahle für die Getränke folgendes Entgelt:

  • 1,5l Mineralwasser 3.70 $
  • 1 Bier 4.40 $
  • 1 Eiscafé 3,50 $
  • nicht-alkoholische Getränke, wie z.B. Bitter Lemon 3.30 $
  • 1 Flasche Rot-/Weißwein ab 30 $ aufwärts
  • Cocktails um die 10 $

Insel- und Getränkekarte
Man kommt nicht umhin, ein paar Worte zum AI-Angebot von Velidhu zu verlieren. Was dort im AI als Cocktail angeboten wird, verdient den Namen nicht wirklich, die schmecken einfach nur grausam (nicht gerade Qualitäts-Rum, Whiskey oder Wodka gemischt mit Orangensaft aus Tetrapak und Grenadine). Nach spätestens 3 – 4 Tagen hat man davon genug. Na, dann Prost, ich wurde auf Velidhu zum Biertrinker (Lion) !!! Will man auf einen vernünftigen Cocktail ausweichen, na, genau, dann zahlt man auch einen vernünftigen Preis !! Kaffeeliebhaber laufen auch nicht gerade jubelnd durch das Resort, denn sie müssen sich ihren Nescafe nicht nur selbst am Boiler „herstellen“, sondern sich diesen auch noch selbst aus dem 30 m von der Bar entfernten „Kaffee-Haus“ holen. Hoch lebe der Service !!! Hier wird einem sehr schnell klar, warum Velidhu u.a. gegenüber den meisten anderen Malediven-Insel doch noch relativ preiswert ist.
Das Essen
Ein absolutes Highlight auf Velidhu ist das Essen, schlichtweg DER HAMMER. Eine solche Auswahl an Gerichten und auch deren Qualität hatten wir bisher auf noch keiner Malediven-Insel: Suppe, Fisch-Curries, Rind, Schwein, Lamm, vegetarische Gerichte, Gemüse, diverse Salate, Reis, Pasta, Kartoffeln, Pommes und vor allem die leckeren Desserts, Papayas, Ananas, Orangen in mundgerechte Scheiben geschnitten, diverse Kuchen, Mousse, etc. etc. lassen keine Wünsche übrig. Dazu eine wunderschöne Dekoration und Präsentation der Speisen, das Auge isst ja mit. Auch das haben wir natürlich in unserem Video, Teil II, festgehalten. Ich gehöre zu den Typen: „Wat de Buer nich kennt, dat frett he nich“. Es gab auf Velidhu, erstmals während meiner gesamten mehrjährigen Reisezeit, nicht einen Tag an dem ich sagen musste, das mag ich nicht bzw. das schmeckt mir nicht. Hierfür bekommt Velidhu von uns eine EINS mit 3 Sternen !!!

Schnorcheln am Hausriff von Velidhu
Während unseres Aufenthalts auf Velidhu war der Zugang über die Jetty, die bis an die Riffkante reicht, nicht möglich, da gerade ein Pavillon mit Sonnendach am Ende der Jetty erstellt wurde. So war das Hausriff lediglich schwimmend über den Einstieg direkt neben der Jetty erreichbar. Die anderen beiden Einstiege, die man angeblich bei Flut benutzen kann, haben wir nicht gefunden, wir haben sie allerdings auch nicht groß gesucht. Bei Ebbe kommt man auf keinen Fall über das Korallenriffdach, bei Flut klappt das meistens sehr gut und man sollte dann aber sehr sehr vorsichtig (konzentriert) schnorcheln, um keine Korallen zu zerstören. Für Schnorchelanfänger leider des Öfteren ein Ding der Unmöglichkeit.

Um an die schönsten Stellen des Hausriffs zu gelangen, egal ob am Einstieg rechts oder links rum, sollte man schon eine kleine Strecke schwimmen. Ist eigentlich auch kein Problem, denn erstens ist man im Urlaub und zweitens ist meistens keine großartige Strömung vorhanden. Im Vergleich zu den traumhaft farbenprächtigen Korallenriffen, die wir in den letzten Jahren auf unseren Reisen in Indonesien (Bali, Siladen im Bunaken Nationalpark und Gangga Island) und den Philippinen (Cebu, Apo Island, Bohol, Cabilao, Dimakya Island und Sangat Island) kennengelernt haben, war das Hausriff von Velidhu "für uns" eine Enttäuschung und die Betonung liegt auf "für uns". Überwiegend farblos und übersät mit 98 % mehr oder weniger dunklen Hartkorallen, die aber wiederum bis auf wenige Ausnahmen intakt sind.  Obwohl wir wussten, dass die Korallenriffe der Malediven überwiegend aus Hartkorallen bestehen, hatten wir uns das Hausriff doch ein wenig farbenfroher vorgestellt. Was uns wiederum gegenüber unseren o.g. Reisen positiv auffiel, war der für die Malediven so viel gepriesene Fischreichtum, der auch auf das Hausriff von Velidhu zutraf. Hier konnte man am Riff bei jedem Schnorchelgang immer wieder etwas Neues entdecken, obwohl überraschender Weise Velidhu-Wiederholungstätern immer wieder davon sprachen, dass der Fischreichtum am Hausriff nicht mehr der Hit sei, da wäre früher wesentlich mehr Fisch gewesen. Naja, dazu können wir nichts sagen, wir hatten wenigsten mehr Fisch als in den farbenprächtigen Korallenriffen der Philippinen und Indonesiens vor der Brille.

Unsere österreichischen Urlaubsbekanntschaften sowie andere „Malediven-Ersttäter“ sprachen immer nur von einem überwältigenden, traumhaften, unvergesslichen Korallenriff mit so viel Fischen, wie sie sich das niemals im Traum hätten vorstellen können. Aquarium war ihr Schlagwort.

Ja, am Hausriff von Velidhu gibt es eigentlich alles was die Fischkarte so hergibt. Neben Flöten- und Weißkehldoktorfischen (ein riesiger Schwarm hat hier am Hausriff sein zu Hause und fehlt natürlich nicht im Schnorchel-Video) sind hier Pfauenkaiser-, Papagei-, Anemonen- und Kofferfische, Muränen und Zackenbarsche anzutreffen, also die gesamte Palette von Korallenfischen. In der Lagune trifft man hin und wieder mal auf einige Babyhaie. Die einzige Schildkröte, wie auch die Adlerrochen haben wir leider nie „angetroffen“. Liegt aber an mir, ich war nie zur richtigen Zeit (vor 10:30 Uhr sieht mich kein Fisch) am richtigen Ort. Mein „Highlight“ war das Treffen mit einem Schwarzspitzen-Riffhai.


Fotoalbum vom Hausriff

Video vom Hausriff (HD)
MANTA - MANTA
Es werden vom Resort die obligatorischen Schnorchelausflüge, Manta-Safari, Island Hopping, Nachtfischen, etc. angeboten. Hier können wir jedem nur raten, die angebotene Manta-Tour mitzumachen, jedoch nicht die vom Resort angebotene Tour (40 $ / Person), sondern die vom Wassersport-Center (50 $ / Person). Gleiches gilt für die Schnorchel-Safari. Warum? Während bei den vom Resort organisierten Touren teilweise 15 und mehr Schnorchler auf dem Dhoni rumtoben, sind es bei den Touren mit dem Speed-Boat vom Wassersport-Center maximal 6 Personen. Da kann man sich doch gut vorstellen, was dann bei der Manta-Sichtung auf dem Dhoni passiert: 15 Leute springen, ohne irgendwie nachzudenken gleichzeitig schreiend wie die Verrückten ins Wasser. Und dann??? Die Mantas, ruheliebende Tiere sagen sich, lass uns abhauen, zu viele Bekloppte und das war`s dann mit den Mantas ;-)

So ungefähr hat sich unsere Manta-Tour mit dem Wassersport-Center dargestellt. Unser Team - 2x Österreich, 1x die Schweiz und 2x Deutschland – war gerade dabei, in aller Ruhe mit 2 Mantas zu schnorcheln. Dann geschah es. Das Resort-Dhoni kam mit 12 – 15 schreienden „Schnorchlern“ (können nur Anfänger gewesen sein :-) ) in die Nähe unseres Speedboats, alles was sich auf dem Dhoni befand sprang gleichzeitig wie wild ins Wasser und nichts war mehr mit unseren Mantas. Irgendwie taten mir die „Resort-Schnorchler“ dann doch etwas leid, aber nur ganz ganz, ganz kurze Zeit, Sekunden ;-), denn wir hatten ja wenigsten schon 5 Minuten mit den Mantas zusammen geschnorchelt.

Das alles gefiel uns und unserem Guide / Bootsführer nun überhaupt nicht. Also rein ins Speedboat und ab ging die Post. Mit uns gefrusteten Schnorchler raste er im Vollspeed ca. 15 Minuten durch den Indischen Ozean, wir schauten uns permanent nur fragend an, aber des Rätsels Lösung tauchte dann schlagartig vor uns auf, eine traumhafte blaue Lagune und Mantas, Mantas und nochmals Mantas. In diesem Moment war alles vorher Geschehene total vergessen und wir Fünf durften ca. 45 Minuten mit 7 – 10 Mantas gemeinsam schnorcheln. Dieses gigantische Erlebnis kann man einfach nicht mit Worten beschreiben, das muss man selbst erlebt haben. Mit welcher Eleganz sich diese wunderschönen Tiere im Wasser bewegen ist fantastisch anzuschauen. Dieses absolute Highlight haben wir natürlich filmisch festgehalten. !!! Velidhu ohne Manta-Tour, das geht gar nicht !!!

Der Wassersport-Center bekommt ab Dezember 2012 eigens für den Einstieg ins Speedboot eine eigene Jetty. Allen viel Spaß bei der Manta-Tour mit den Jungs vom Wassersport-Center !!!


Fotoalbum von den Mantas


Mantas, DER FILM (HD)
Tauchen
Die Tauchschule wird von den Euro Divers Maldives betrieben. Chef dieser Basis (Nov. 2012) ist der äußerst sympathische Grieche Leonidas Kalantidis. Mehr vom Team der Euro Divers findet Ihr auf deren Internetseite.       

Das Management des Resorts genehmigt der Tauchschule nicht, Schnorchler auf Tauchausfahrten mitzunehmen. Schnorchler sollen so an die vom Resort angebotenen Schnorchelsafaris gebunden werden. Schade, denn so konnte ich diesmal leider Helga beim Ab- und Auftauchen kameratechnisch nicht begleiten. Aber der im November 2012 zu den Euro Divers neu hinzugestoßene Dive Guide und Sidemount Taucher Jürgen kam sofort meiner Bitte nach und übernahm diese "Arbeiten". Ja was soll ich sagen, Profi ist halt Profi und Laie bleibt Laie. Danke Jürgen für diese tollen Aufnahmen !!!

Bei den Euro Divers Velidhu musst du vor einemTauchgang folgenden erledigen: Dich rechtzeitig zum Tauchen eintragen und rechtzeitig zur Abfahrt an der Tauchschule eintreffen. Alles andere wird von der Tauchschule erledigt. Ok, alleine  atmen beim Tauchen sollte man dann schon ;-) !!! Auch nach dem Tauchgang braucht man sich um nichts mehr zu kümmern. Ein sehr guter AI-Service !!! Wer kein eigenes Equipment mit sich führt, wird auch hier von der Tauchschule voll versorgt (siehe Fotoalbum).  Taucher/innen können ihre Wünsche für bestimmte Tauchziele und andere Dinge an einer Tafel schriftlich manifestieren.

Die ersten vier Tauchgänge waren für Helga hinsichtlich des Korallenbewuchses (wieder ausschließlich nur Hartkorallen) und des Fischreichtums der Riffe enttäuschend verlaufen (Dhigga, Maavaru, Kuda Faru Thila und Three Palms). Dieses änderte sich aber schlagartig am Hafza Thila Riff. Tauchen mit Haien war angesagt. Auch die nächsten Riffe – Bodu Gaafaru, Aquarium Reef, Gemburuga und Gala Gilli South – ließen ihr Taucherherz höher schlagen, denn jetzt hatte sie ihre farbenprächtigen und fischreichen Riffe vor, neben, unter und über sich. Wer Lust hat und sehen möchte wovon hier gesprochen wird, schaut einfach mal auf ihrer Taucher-Website in ihrem Album diesen fantastischen Tauchfilm von Velidhu an.


Tauchen rund um Velidhu
Abzocke
Für jede Tauch-Bootsfahrt war an das Resort - nicht an die Tauchschule - eine Gebühr von brutto 15,90 € (ab 01.01.2013 € 16,20) zu entrichten. Geärgert haben wir uns darüber, dass bei einer Bootstour mit zwei Tauchgängen die Bootsgebühr ebenfalls zweimal zu entrichten war. Wir sagen: Abzocke, pfui Velidhu Resort !!





Tauchschule
Im Fotoalbum ist eine Karte von allen Tauchzielen der Euro Divers zu sehen


Fazit:
Velidhu ist eine sehr schöne Insel im Nord Ari Atoll der Malediven, auf der sich durchaus das Malediven Feeling einstellt, auch mit den von uns so ungeliebten Wellenbrechern. Sie ist mit ihren 300 *200 m relativ klein, von schneeweißem Strand umgeben, naturbelassen, eine Barfußinsel, mit sehr netten und aufmerksamen Personal, einer äußerst exellenten Küche und einer kompetenten Tauchschule.

Velidhu muss vielen Schnorchlern und Tauchern einfach mehr als andere Inseln der Malediven geben, ansonsten wären wir wohl kaum in unseren 3 Wochen auf so viele „Wiederholungstäter“ getroffen. Wir werden Velidhu stets in guter Erinnerung behalten, aber „Wiederholungstäter“ werden wir wohl trotzdem nicht, uns zieht es eigentlich immer zu neuen Zielen, aber vielleicht diesmal nicht !


Update Oktober 2013
Was gibt es NEUES auf Velidhu?

Es gibt jetzt Bacardi im AI und die Barterrasse ist komplett mit Holzstühlen ausgestattet worden. Super Velidhu !!!

Die Modernisierung der Bungalows hat bis Okt. 2013 noch nicht stattgefunden, da das vor 12 Monaten bestellte erforderliche Baumaterial noch nicht auf der Insel eingetroffen ist. Die Umbauarbeiten sollen jetzt aber demnächst über die Bühne gehen. Sollten die Bäder so modern wie die Toiletten an der Bar bzw. der Rezeption eingerichtet werden, dann kommt Freude auf.

Ein Ärgernis war für viele Gäste und vor allen der Tierliebhaber die vielen und zum Teil sehr verwahrlosten Katzen. Die Tiere werden sich selbst überlassen. Mein Vorschlag: Für eine ordentliche Pflege und Versorgung der Katzen durch das Personal und nicht durch die Gäste sorgen und die Tiere kastrieren, ansonsten ist das kein haltbarer Zustand.
Schnorcheln
Hinsichtlich des Schnorchels hatte ich erstmals riesige Probleme, denn meine Waden bereiteten mir die gesamten drei Wochen Schwierigkeiten, sodass  für mich schmerzfreies schnorcheln nicht länger als 30 Minuten am Tag möglich war. Aber zusammen mit dem "Kampfschnorchler" Thomas Reinhold, der mindestens 4 Std. am Tag im Wasser war, gelang es uns, ein Video "Von Schnorchlern für Schnorchler" zusammenzustellen, welches tolle Einblicke in die Vielfalt der Fischwelt am Hausriff gibt. Die fast gesamte Fischwelt am Hausriff haben wir mit der Kamera erwischt, von Clown-, Kugel-, Flöten- und Doktorfischen, Drachenköpfen, Schildkröten, Muränen, Adlerrochen, Mantas, Schwarzspitz Riffhaien bis hin zu den Ammenhaien. Danke Thomas !!!


Video vom Schnorcheln am Hausriff von Velidhu (FullHD)

Zu guter Letzt
Wir werden und wollen die nächsten Jahre unsere Malediven-Aufenthalte nicht nur auf Velidhu verbringen. Um auf den laufenden zu bleiben, kann man sich auf den folgenden Seiten stets sehr gut informieren. Wie immer, unsere Meinung kann nur subjektiv sein, daher hier Links zu holidaycheck uvm.



...zur Gruppe "Velidhu Island Resort Fanpage"

Website von Velidhu


...zur Gruppe "Schnorchler&Taucher

Velidhu Island Resort
Reiseberichte


Zufriedene, aber auch unzufriedene Taucher berichten vom Velidhu

Viele Hotelbewertungen
anderer Gäste

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